von Afrin (Syrien) nach Bad Salzungen

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Abschied: Ich bin Kurde und stamme aus dem syrisch-türkischen Grenzgebiet. Der Bürgerkrieg in Syrien ist irgendwann so schrecklich geworden, dass mir keine andere Wahl blieb, als zu gehen. Wir gerieten, wie so viele Menschen dort, zwischen die Kriegsfronten. Man hat mir mein Geschäft genommen, in dem ich Elektrogeräte verkauft habe. Auch unsere Wohnung haben wir wegen des Kriegs verloren – also beschloss ich 2013, zu fliehen, und kam über die Türkei nach Deutschland und in den Wartburgkreis. Meine Frau und meinen kleinen Sohn holte ich dann nach.
Heimatgefühle: In Bad Salzungen kann meine Familie in Frieden leben. Ich habe, nachdem ich hergekommen war, einen guten Job gefunden und arbeiten können. Irgendwann entschied ich zusammen mit meiner Frau, dass wir uns selbstständig machen. Wir übernahmen ein Geschäft für internationale Spezialitäten und sind seitdem sehr glücklich. Auch weil uns die langjährige Mitarbeiterin dort sehr unterstützt. Hier gibt es Nahrungsmittel und Gewürze aus aller Welt – auch aus muslimischen Ländern, etwa Syrien. So haben wir immer ein gutes Stück der alten Heimat in Bad Salzungen.

Moustafa Alo (42) betreibt einen Lebensmittelladen für ausländische Spezialitäten in Bad Salzungen. Die meisten seiner Kunden kommen aus Osteuropa und arabischen Ländern wie Afghanistan, Syrien oder der Türkei.
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